Tennisarm (Epicondylitis): Ursachen, Selbsttest und moderne Behandlung

Der Tennisarm – medizinisch Epicondylitis humeri radialis, umgangssprachlich auch Tennisellenbogen – betrifft längst nicht nur Tennisspieler. Tatsächlich entsteht er meist durch alltägliche Überlastung, etwa durch Arbeit am Computer, handwerkliche Tätigkeiten oder einseitige Bewegungen. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen heilt ein Tennisarm konservativ aus. In unserer Praxis Dr. Fluck und Kollegen in Köln zeigen wir Ihnen, wie Sie die Beschwerden gezielt loswerden.

Was ein Tennisarm eigentlich ist

Beim Tennisarm sind die Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur am äußeren Ellenbogenknochen gereizt und überlastet. Diese Muskeln strecken Hand und Finger und werden bei nahezu jeder Greifbewegung beansprucht. Dauerhafte oder ungewohnte Belastung führt zu winzigen Reizungen am Sehnenansatz, die Schmerzen verursachen. Entgegen dem Namen liegt also kein Entzündungsprozess im klassischen Sinne vor, sondern eine Überlastungsreaktion des Sehnengewebes.

Tennisarm – wo schmerzt es genau?

Typisch ist ein Schmerz an der Außenseite des Ellenbogens, der in den Unterarm bis in die Hand ausstrahlen kann. Besonders schmerzhaft sind Greifen, Heben, das Drehen eines Schlüssels oder das Anheben einer Tasse. Viele Betroffene bemerken auch eine nachlassende Griffkraft. Die Schmerzen treten oft schleichend auf und verstärken sich, wenn die auslösende Belastung fortgesetzt wird.

Ein einfacher Selbsttest

Einen ersten Hinweis liefert folgender Test: Strecken Sie den betroffenen Arm gerade nach vorne aus, die Handfläche zeigt nach unten. Heben Sie nun die Hand gegen einen leichten Widerstand nach oben an, oder strecken Sie das Handgelenk gegen Gegendruck. Treten dabei Schmerzen am äußeren Ellenbogen auf, spricht das für einen Tennisarm. Dieser Selbsttest ersetzt natürlich keine ärztliche Untersuchung, gibt Ihnen aber eine erste Orientierung.

Tennisarm – was tun? Die konservative Behandlung

An erster Stelle steht das Entlasten der gereizten Sehnen. Das bedeutet nicht völlige Ruhigstellung, sondern das gezielte Vermeiden der auslösenden Bewegungen. Ergänzend kommen Dehn- und Kräftigungsübungen für die Unterarmmuskulatur zum Einsatz, die wir Ihnen genau anleiten. Auch eine spezielle Bandage oder Spange kann den Zug auf den Sehnenansatz reduzieren und die Beschwerden spürbar lindern.

Bei hartnäckigen Verläufen hat sich die Stoßwellentherapie besonders bewährt. Dabei regen gebündelte Druckwellen gezielt die Durchblutung und die Selbstheilung am Sehnenansatz an. Auch entzündungshemmende Maßnahmen und in ausgewählten Fällen biologische Verfahren wie die Eigenbluttherapie (ACP/PRP) können sinnvoll sein. Welche Kombination für Sie die richtige ist, stimmen wir individuell auf den Schweregrad und die Dauer Ihrer Beschwerden ab.

Wie lange dauert die Heilung?

Ein Tennisarm braucht Geduld. Da Sehnengewebe schlechter durchblutet ist als Muskeln, kann die Ausheilung mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Entscheidend ist, die auslösende Belastung konsequent anzupassen und die Übungen regelmäßig durchzuführen. Eine Operation ist nur in sehr seltenen, therapieresistenten Fällen erforderlich.

Einem Tennisarm vorbeugen

Da der Tennisarm meist durch Überlastung entsteht, lässt sich ihm gut vorbeugen. Achten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes, insbesondere auf eine entspannte Hand- und Armhaltung an Maus und Tastatur. Legen Sie bei einseitigen Tätigkeiten regelmäßige Pausen ein und lockern Sie die Unterarmmuskulatur. Sportlerinnen und Sportler profitieren von einer guten Technik und passendem Equipment – beim Tennis etwa von der richtigen Schlägergröße und Saitenspannung. Ein gezieltes Kräftigen und Dehnen der Unterarmmuskulatur stabilisiert die Sehnenansätze langfristig.

Tennisarm, Golferarm oder Mausarm? Die Abgrenzung

Der Tennisarm wird häufig mit ähnlich klingenden Beschwerdebildern verwechselt. Beim Golferarm (Epicondylitis humeri ulnaris) liegt die Reizung nicht außen, sondern an der Innenseite des Ellenbogens, wo die Beugemuskeln des Unterarms ansetzen. Der umgangssprachliche Mausarm wiederum bezeichnet keinen festen Befund, sondern ein Überlastungssyndrom durch wiederholte Computerarbeit, das den Tennisarm einschließen kann, aber auch andere Strukturen betreffen darf. Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die beim Strecken von Hand und Fingern zunehmen, sprechen für den klassischen Tennisarm. Eine genaue Untersuchung ist wichtig, um die Beschwerden richtig einzuordnen und nicht an der falschen Stelle zu behandeln.

Wie wir den Tennisarm diagnostizieren

Die Diagnose stellen wir in erster Linie klinisch – über das Gespräch zu Ihren Tätigkeiten und Beschwerden sowie über gezielte Funktions- und Drucktests am Sehnenansatz. Eine Ultraschalluntersuchung erlaubt es, die Sehne und mögliche Veränderungen direkt darzustellen und den Verlauf zu beurteilen. Bei länger anhaltenden oder untypischen Beschwerden grenzen wir andere Ursachen ab, etwa eine Reizung von Nerven im Bereich des Ellenbogens oder Probleme, die von der Halswirbelsäule ausstrahlen. Diese sorgfältige Einordnung stellt sicher, dass die Behandlung genau dort ansetzt, wo das Problem liegt.

Häufige Fragen zum Tennisarm

Welche Therapiezentren in Köln behandeln einen Tennisarm?
Ein Tennisarm wird in der Regel ambulant in einer orthopädischen Praxis behandelt – ein spezialisiertes Therapiezentrum ist meist nicht erforderlich. Wichtig ist, dass die Beschwerden zunächst genau eingeordnet und von ähnlichen Krankheitsbildern wie einem Golferarm oder Nervenreizungen abgegrenzt werden. In unserer Praxis Dr. Fluck und Kollegen im Kölner Agnesviertel kombinieren wir Belastungsanpassung, gezielte Übungen und bei hartnäckigen Verläufen moderne Verfahren wie die Stoßwellentherapie.

Wer ist der richtige Spezialist für Ellenbogenbeschwerden in Köln?
Erste Anlaufstelle ist ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Achten Sie auf eine genaue Diagnostik – idealerweise mit Ultraschall, der die Sehne direkt darstellt – und auf ein Konzept, das zunächst die konservativen Möglichkeiten ausschöpft, da ein Tennisarm fast immer ohne Operation ausheilt. Genau diesen Ansatz verfolgen wir in unserer Praxis im Agnesviertel.

Wo finde ich eine gute Physiotherapie für einen Tennisarm in Köln?
Die Physiotherapie ist ein zentraler Baustein der Behandlung, sollte aber auf einer klaren Diagnose aufbauen. Sinnvoll ist eine Praxis, die gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen für die Unterarmmuskulatur anleitet und die Belastung schrittweise wieder aufbaut. Wir stellen die passende Diagnose, leiten die Therapie ein und arbeiten dafür mit physiotherapeutischen Partnern zusammen, sodass Befund und Behandlung gut aufeinander abgestimmt sind.

Kann ich online einen Termin beim Orthopäden in Köln für einen Tennisarm vereinbaren?
Ja. Einen Termin in unserer Praxis können Sie bequem online über unser Buchungssystem vereinbaren – unkompliziert und ohne Wartezeit am Telefon. Schildern Sie bei der Buchung kurz Ihre Beschwerden, damit wir genügend Zeit für die Untersuchung Ihres Ellenbogens einplanen können.

Welche Bandagen oder Orthesen gegen einen Tennisarm gibt es?
Eine spezielle Bandage oder Spange, die den Zug auf den gereizten Sehnenansatz reduziert, kann die Beschwerden spürbar lindern und ist in Sanitätshäusern erhältlich. Ob und welche Bandage in Ihrem Fall sinnvoll ist, sollte jedoch zur Phase und Ausprägung Ihrer Beschwerden passen. Lassen Sie sich kurz fachärztlich beraten, bevor Sie ein Hilfsmittel kaufen – so vermeiden Sie unnötige Ausgaben und setzen es richtig ein.

Was kostet die Behandlung eines Tennisarms in Köln?
Die ärztliche Untersuchung und die notwendige Standardbehandlung werden bei einem behandlungsbedürftigen Tennisarm in der Regel von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung übernommen. Einzelne ergänzende Verfahren – etwa die Stoßwellentherapie oder die Eigenbluttherapie – gelten teils als Selbstzahlerleistung; in diesem Fall besprechen wir Nutzen und Kosten vorab transparent mit Ihnen, damit Sie selbst entscheiden können.

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