Digitale Volumentomographie (DVT) beim Orthopäden in Köln

Manche orthopädischen Fragestellungen lassen sich auf einem herkömmlichen Röntgenbild nur schwer beurteilen – gerade bei feinen Knochenstrukturen an Fuß, Sprunggelenk oder Hand. Die digitale Volumentomographie (DVT) ist eine strahlenarme 3D-Bildgebung, die genau solche Bereiche dreidimensional und in hoher Auflösung darstellt. In unserer orthopädischen Praxis in Köln nutzen wir dieses Verfahren, um Verletzungen und Veraenderungen am Knochen präziser einzuordnen und Ihre Behandlung gezielt zu planen. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen verständlich, was eine DVT ist, wie sie funktioniert, wann sie sinnvoll sein kann und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.

Was ist eine digitale Volumentomographie (DVT)?

Die digitale Volumentomographie – oft kurz DVT oder im Englischen „Cone-Beam-CT“ genannt – ist ein bildgebendes Röntgenverfahren, das von einer Region des Körpers ein dreidimensionales Bild erzeugt. Anders als beim klassischen Röntgen, das ein flaches Übersichtsbild liefert, entsteht bei der DVT ein räumlicher Datensatz. Daraus lassen sich Schnittbilder in allen Ebenen sowie 3D-Ansichten berechnen.

Besonders gut eignet sich die DVT für die detailgenaue Darstellung von Knochen und Gelenken. Für die Orthopädie ist das ein wichtiger Vorteil, denn viele unserer Fragestellungen betreffen genau diese harten Strukturen – etwa kleine Knochenbrüche, Gelenkflächen oder die Stellung von Knochen zueinander.

Wie funktioniert das Verfahren?

Bei einer DVT umkreist ein kegelförmiger Röntgenstrahl (daher der Begriff „Cone-Beam“) gemeinsam mit einem Detektor die zu untersuchende Körperregion. Waehrend dieser Umkreisung werden zahlreiche Einzelaufnahmen erstellt. Ein Computer setzt diese Aufnahmen anschließend zu einem dreidimensionalen Datensatz zusammen.

Die eigentliche Aufnahme dauert in der Regel nur wenige Sekunden bis zu einer guten halben Minute. Ein klarer Pluspunkt für orthopädische Fragestellungen: Viele DVT-Geräte erlauben Aufnahmen unter natürlicher Belastung – also im Stehen. So lässt sich beispielsweise der Fuß oder das Sprunggelenk so darstellen, wie er beim Gehen tatsächlich belastet wird. Diese belasteten Aufnahmen liefern Informationen, die im Liegen verborgen bleiben können.

Wann ist eine DVT in der Orthopädie sinnvoll?

Die DVT kann immer dann hilfreich sein, wenn knöcherne Strukturen besonders genau beurteilt werden sollen. Typische orthopädische Anwendungsbereiche sind:

  • Fuß und Sprunggelenk: zur Darstellung kleiner Knochen, Gelenkflächen und Fehlstellungen – auf Wunsch als belastete 3D-Aufnahme im Stehen (digitale Volumentomographie Fuß).
  • Hand und Handgelenk: zur genaueren Einordnung feiner Knochenstrukturen und schwer erkennbarer Brüche.
  • Knie- und andere Gelenke: als ergänzendes 3D-Röntgen am Gelenk, wenn das Übersichtsröntgen Fragen offenlässt.
  • Verletzungen nach Unfällen: zur Abklärung von Brüchen, die auf dem flachen Röntgenbild schwer zu erkennen sind.

Ob eine DVT in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt immer von Ihrer individuellen Fragestellung ab. In unserer Praxis in Köln entscheiden wir das gemeinsam mit Ihnen – nach einem ausführlichen Gespräch und der körperlichen Untersuchung. Mehr dazu auf unserer Seite Digitale Volumentomographie (DVT) sowie in unserer Übersicht der Diagnostik- und Therapieverfahren.

DVT, Röntgen und CT – wo liegt der Unterschied?

Kurz gesagt: Das klassische DVT-Röntgen liefert ein flaches Bild, die DVT ein dreidimensionales. Im Vergleich DVT vs. CT geht es vor allem um die Strahlendosis und den Einsatzzweck – die DVT ist auf die hochauflösende Darstellung von Knochen spezialisiert und arbeitet häufig mit einer geringeren Strahlendosis als ein klassisches CT derselben Region. Einen ausführlichen Vergleich der drei Verfahren behandeln wir in einem eigenen Beitrag; hier konzentrieren wir uns auf das DVT-Verfahren selbst und seinen Nutzen für orthopädische Fragestellungen.

DVT und Strahlenbelastung – sachlich eingeordnet

Wichtig zu wissen: Die digitale Volumentomographie arbeitet mit Röntgenstrahlung und ist daher nicht strahlenfrei. Die Strahlendosis ist jedoch geringer als bei einem klassischen Computertomogramm (CT) derselben Körperregion. Deshalb spricht man bei der DVT oft von einer strahlenarmen 3D-Bildgebung.

Wie bei jeder Röntgenuntersuchung gilt das Prinzip der rechtfertigenden Indikation: Eine DVT führen wir nur durch, wenn der erwartete diagnostische Nutzen das mit der Strahlung verbundene Risiko überwiegt. Diesen Grundsatz prüfen wir bei jeder Untersuchung sorgfältig.

Bitte beachten Sie: Für Untersuchungen der Wirbelsäule steht mit der 4D-Wirbelsäulenvermessung ein vollständig strahlenfreies Verfahren zur Verfügung. Die DVT und die 4D-Vermessung sind unterschiedliche Methoden – die 4D-Vermessung kommt ohne Röntgenstrahlung aus, die DVT nutzt eine geringe Dosis Röntgenstrahlung.

Ablauf der DVT in unserer Praxis in Köln

In unserer orthopädischen Praxis in Köln läuft eine DVT-Untersuchung unkompliziert ab:

  1. Gespräch und Untersuchung: Zunächst klären wir Ihre Beschwerden und prüfen, ob eine DVT sinnvoll ist.
  2. Aufnahme: Die eigentliche Aufnahme dauert nur wenige Sekunden bis etwa eine halbe Minute – bei Bedarf im Stehen unter Belastung.
  3. Auswertung: Anschließend werten wir die 3D-Daten aus und besprechen die Ergebnisse direkt mit Ihnen.
  4. Weiteres Vorgehen: Auf dieser Grundlage planen wir gemeinsam die nächsten Schritte Ihrer Behandlung.

Für Patientinnen und Patienten aus Köln und dem Umland bedeutet das: Bildgebung und Befundbesprechung an einem Ort, ohne zusätzliche Wege.

Kosten der digitalen Volumentomographie

Die digitale Volumentomographie ist bei orthopädischen Fragestellungen häufig eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht in jedem Fall übernommen. Sie ist dann eine Selbstzahlerleistung. Die folgende Tabelle nennt unverbindliche Richtwerte zur ersten Orientierung:

Leistung

Richtwert (Spanne)

DVT einer Körperregion (z. B. Fuß, Sprunggelenk, Hand)

ca. 100 -150 Euro

Ergänzende Befundung / Beratung

nach individuellem Aufwand

Häufige Fragen zur DVT

Ist eine DVT strahlenfrei?

Nein. Die digitale Volumentomographie arbeitet mit Röntgenstrahlung und ist daher nicht strahlenfrei. Die Strahlendosis ist jedoch häufig geringer als bei einem klassischen CT derselben Region. Ein vollständig strahlenfreies Verfahren für die Wirbelsäule ist die 4D-Wirbelsäulenvermessung.

Wie lange dauert eine DVT-Untersuchung?

Die eigentliche Aufnahme dauert in der Regel nur wenige Sekunden bis zu etwa einer halben Minute. Rechnen Sie für Gespräch, Aufnahme und Befundbesprechung dennoch etwas Zeit in der Praxis ein.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Bei orthopädischen Fragestellungen ist die DVT häufig eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird von den gesetzlichen Kassen nicht in jedem Fall übernommen. Wir besprechen die Kostenfrage vor der Untersuchung mit Ihnen – eine individuelle Beratung ist erforderlich.

Wofür wird die DVT in der Orthopädie eingesetzt?

Vor allem zur detailgenauen 3D-Darstellung von Knochen und Gelenken – etwa an Fuß, Sprunggelenk, Hand oder Knie. Auf Wunsch sind belastete Aufnahmen im Stehen möglich.

Termin vereinbaren

Sie möchten wissen, ob eine digitale Volumentomographie für Ihre Beschwerden sinnvoll ist? Vereinbaren Sie einfach einen Termin in unserer orthopädischen Praxis in Köln. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und beraten Sie persönlich.

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