Diagnostik

DVT-Untersuchung in Köln: digitale Volumentomographie beim Orthopäden

Das Röntgenbild ist unauffällig, der Schmerz im Handgelenk bleibt. Oder nach dem Umknicken ist unklar, ob am Fuß ein kleiner Knochen gebrochen ist. In solchen Situationen kann eine DVT weiterhelfen: ein Röntgenverfahren, das eine kleine Körperregion dreidimensional und überlagerungsfrei darstellt. Diese Seite erklärt, wann wir sie in unserer orthopädischen Praxis in Köln einsetzen, wann wir davon abraten, wie aussagekräftig sie wirklich ist und welche Kosten entstehen können.

Eine DVT gibt es nicht auf Wunsch

Das ist der wichtigste Punkt, und er steht hier bewusst ganz vorn: Die digitale Volumentomographie ist eine Röntgenuntersuchung. In Deutschland darf jede Röntgenuntersuchung nur durchgeführt werden, wenn eine Ärztin oder ein Arzt mit Fachkunde im Strahlenschutz festgestellt hat, dass der gesundheitliche Nutzen für die untersuchte Person das Strahlenrisiko überwiegt. Das Gesetz nennt das die „rechtfertigende Indikation“ (§ 83 Strahlenschutzgesetz).

Deshalb gibt es bei uns keine DVT „zur Sicherheit“ und keine als Vorsorge- oder Wunschleistung. Es gibt sie, wenn eine konkrete Frage im Raum steht, die sie beantworten kann und die für Ihre Behandlung einen Unterschied macht. Bei Kindern und Jugendlichen stellen wir die Indikation besonders streng. Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass eine DVT nichts beiträgt, sagen wir Ihnen das — auch dann, wenn Sie ausdrücklich danach fragen.

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Was die digitale Volumentomographie zeigt — und was nicht

Bei der DVT kreisen Röntgenröhre und Detektor einmal um die untersuchte Region und nehmen dabei Hunderte Einzelbilder auf. Ein Computer setzt daraus in Sekunden einen dreidimensionalen Datensatz zusammen, den wir am Bildschirm drehen und in jeder beliebigen Ebene durchschneiden können. Im Englischen heißt das Verfahren Cone-Beam-CT, weil der Röntgenstrahl kegelförmig ist. Ein Kontrastmittel wird nicht gebraucht.

Der Unterschied zum klassischen Röntgenbild: Dort überlagern sich die Knochen auf einer flachen Aufnahme, und genau dort bleiben feine Brüche und kleine Gelenkstufen manchmal verborgen. Die DVT zeigt denselben Bereich überlagerungsfrei aus jeder Richtung.

Die Grenze ist ebenso klar: Die DVT ist für kleine Regionen und für Knochen gebaut. Weichteile — Bänder, Sehnen, Knorpel, Menisken, Bandscheiben — stellt sie kaum dar. Wer wissen will, ob ein Band gerissen ist, braucht kein 3D-Röntgen, sondern ein MRT oder eine Ultraschalluntersuchung.

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Wann wir eine DVT einsetzen

In unserer Praxis kommt sie zum Einsatz, wenn Untersuchung und normales Röntgenbild keine sichere Antwort geben oder wenn ein Eingriff genau geplant werden muss.

Handgelenk und Finger

Der Kahnbeinbruch ist das typische Beispiel. Er ist im Röntgenbild häufig nicht zu erkennen, und ein übersehener Kahnbeinbruch kann zu einem Falschgelenk führen, der sogenannten Pseudarthrose. Die DVT klärt, ob ein Bruch vorliegt. Außerdem zeigt sie Gelenkstufen, kleine knöcherne Absprengungen und Arthrose an den kleinen Handgelenken.

Fuß und Sprunggelenk

Nach dem Umknicken oder einem Sturz macht die DVT feine Verschiebungen in der Fußwurzel (Lisfranc-Region) sichtbar, ebenso Brüche am Fersenbein und das Ausmaß eines Knorpel-Knochen-Schadens am Sprungbein (Osteochondrosis dissecans). Bei Läuferinnen und Läufern kann sie helfen, eine Stressfraktur einzuordnen, wenn das Röntgenbild unklar bleibt. Mehr dazu auf der Seite OSG-Verletzungen.

Ellenbogen

Bei komplexen Brüchen dient die 3D-Rekonstruktion der Operationsplanung. Bei Sportlern mit Blockaden im Ellenbogen lassen sich freie Gelenkkörper vor einer Arthroskopie genau lokalisieren.

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Wann eine andere Untersuchung die bessere Antwort gibt

  • Bänder, Sehnen, Knorpel, Meniskus, Bandscheiben: Hier ist das MRT das richtige Verfahren. Einen Meniskusriss oder einen Kreuzbandriss sieht man in der DVT nicht.
  • Frühe Stressreaktionen im Knochen: Das Knochenmarködem — eine Wassereinlagerung im Knochen als frühes Warnzeichen der Überlastung — zeigt nur das MRT.
  • Einfache Fragestellungen: Wenn ein normales Röntgenbild die Frage beantwortet, ist die zusätzliche Strahlendosis einer DVT nicht gerechtfertigt.
  • Große Körperregionen: Becken und Lendenwirbelsäule gehören in ein CT oder MRT.
  • Schwangerschaft: Röntgenuntersuchungen vermeiden wir nach Möglichkeit. Dann weichen wir auf Ultraschall aus.

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Wie aussagekräftig ist die DVT, und wie hoch ist die Strahlendosis?

Zur Aussagekraft liegen belastbare Zahlen bisher vor allem für eine einzige Fragestellung vor, den Kahnbeinbruch. Eine Metaanalyse fand dafür eine Sensitivität von 88 Prozent und eine Spezifität von 99 Prozent. Sensitivität heißt: Wie viele vorhandene Brüche werden erkannt. Spezifität heißt: Wie zuverlässig wird ein Bruch ausgeschlossen, wenn keiner vorliegt. Entscheidend ist die Einschränkung der Autoren: Sie bewerten die Sicherheit dieser Evidenz wegen der wenigen und teils verzerrungsanfälligen Studien als niedrig (Yang et al., Scientific Reports 2021). Für die meisten anderen orthopädischen Fragestellungen gibt es keine vergleichbar geprüften Trefferquoten. Die DVT liefert also ein sehr detailliertes Bild — wie oft sie die Behandlung tatsächlich ändert, ist für viele Regionen nicht systematisch untersucht.

Zur Strahlendosis: Eine systematische Übersicht zu DVT-Anwendungen außerhalb der Zahnmedizin bewertet die DVT an Armen, Beinen und an der Halswirbelsäule als Verfahren mit niedriger Dosis. Die tatsächliche Dosis schwankt allerdings deutlich je nach Gerät, Bildausschnitt und Einstellung (Nardi et al., Radiologia Medica 2018). „Niedrige Dosis“ ist deshalb keine feste Zahl, und strahlungsfrei ist die DVT nicht. Wir begrenzen den Bildausschnitt auf das medizinisch Nötige. Zahlen zur Einordnung finden Sie im Ratgeber Wie hoch ist die Strahlendosis bei einer DVT?

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So läuft die Untersuchung bei uns ab

Zuerst sprechen wir über Ihre Beschwerden und untersuchen Sie. Vorhandene Röntgen- oder MRT-Bilder sehen wir uns an — oft erübrigt sich dadurch eine neue Aufnahme. Erst wenn eine DVT eine Frage beantwortet, die für Ihre Behandlung wichtig ist, stellen wir die rechtfertigende Indikation.

Je nach Region nehmen Sie dann im Gerät Platz oder stehen; Hand, Fuß oder Ellenbogen werden so gelagert, dass Sie ruhig halten können. Der Scan selbst dauert etwa 20 Sekunden. Sie spüren dabei nichts, keine Wärme und kein Kribbeln. Die 3D-Rekonstruktion steht nach wenigen Minuten bereit, und wir besprechen den Befund direkt mit Ihnen: Ruhigstellung, Physiotherapie, Injektion oder, wenn nötig, eine Operation. Weil die Untersuchung in der Praxis stattfindet, brauchen Sie dafür keinen zweiten Termin in einer Radiologie. Für den gesamten Ablauf planen Sie 15 bis 20 Minuten ein.

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Was kostet eine DVT, und wer zahlt?

Ob Kosten für Sie entstehen, hängt davon ab, ob eine medizinische Indikation vorliegt.

  • Mit medizinischer Indikation: Die DVT ist Kassenleistung, für gesetzlich und privat Versicherte.
  • Ohne medizinische Indikation: ca 150 Euro , einschließlich Befundbesprechung. Für gesetzlich Versicherte ist die DVT eine Selbstzahlerleistung (IGeL), die wir vor der Aufnahme schriftlich mit Ihnen vereinbaren.
  • Privat versichert oder Beihilfe: Abrechnung nach GOÄ, Erstattung je nach Tarif.

Wovon der Betrag abhängt: von der Zahl der untersuchten Regionen — jede Region wird einzeln berechnet —, vom Aufwand der Auswertung und vom Steigerungssatz, mit dem nach GOÄ abgerechnet wird. Werden zwei Regionen an einem Termin aufgenommen, fällt der Betrag entsprechend zweimal an. Den Umfang und die zu erwartenden Kosten besprechen wir vor Behandlungsbeginn, und Sie erhalten die Vereinbarung schriftlich, bevor geröntgt wird. Die orthopädische Untersuchung davor ist bei medizinischer Indikation Kassenleistung.

Ausführlich zur Erstattung: unser Ratgeber Kosten und Erstattung der 3D-Aufnahme.

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DVT, CT, Röntgen oder MRT: der Unterschied in einem Satz je Verfahren

  • Klassisches Röntgen: zweidimensionales Bild, sehr geringe Dosis, für viele Fragen die erste Wahl.
  • DVT: 3D-Bild von Knochen und Gelenken einer kleinen Region, Dosis in der Regel niedriger als beim CT, in der Praxis verfügbar.
  • CT: 3D-Bild auch großer Körperabschnitte, bessere Weichteildarstellung, meist höhere Dosis, in der Radiologie.
  • MRT: keine Röntgenstrahlung, Verfahren der Wahl für Bänder, Sehnen, Knorpel und Knochenmarködem.
  • DVT/Röntgen und MRT sind KEINE konkurrienden Untersuchungen sondern ergänzen sich gegenseitig.

Den ausführlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber DVT, CT oder klassisches Röntgen. Die Grundlagen erklärt unser Beitrag 3D-Röntgen verständlich erklärt.

Ergänzend nutzen wir in unserer Praxis die strahlungsfreie 4D-Wirbelsäulenvermessung für Haltungs- und Skoliosefragen und die EMG-Untersuchung bei Verdacht auf eine Nervenbeteiligung. Alle Verfahren im Überblick: Diagnostik und Therapie.

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Termin in unserer Praxis im Agnesviertel

Sie finden uns in der Riehler Str. 36, 50668 Köln, im Agnesviertel. Mit Bus und Bahn fahren Sie bis zur KVB-Haltestelle Ebertplatz, mit dem Auto erreichen Sie das Parkhaus über die Einfahrt in der Wörthstraße. Zu uns kommen Patientinnen und Patienten aus der Kölner Innenstadt, aus Neustadt-Nord, Nippes, Riehl, Ehrenfeld, Deutz und Mülheim sowie aus Leverkusen, Bergisch Gladbach, Pulheim, Frechen, Hürth, Brühl, Dormagen und Bonn. Untersuchung und Befundbesprechung übernehmen die Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie unserer Praxis, darunter Dr. med. Christian Fluck und Dr. med. Andreas Schuler.

Termin vereinbaren: online über Doctolib oder telefonisch unter 0221 95587870. Bringen Sie vorhandene Röntgenbilder und Befunde mit.

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Häufige Fragen zur DVT

Wie wird eine DVT gemacht?

Sie sitzen oder stehen am Gerät, die betroffene Region wird gelagert, und Röhre und Detektor kreisen einmal darum herum. Der Scan dauert rund 20 Sekunden, Sie spüren nichts. Wenige Minuten später liegt das 3D-Bild vor und wird mit Ihnen besprochen.

Wird eine DVT von der Krankenkasse übernommen?

Bei medizinischer Indikation ja, für privat Versicherte. Für die gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten ist sie eine Selbstzahlerleistung (IGeL) — allerdings führen wir sie ohne rechtfertigende Indikation grundsätzlich nicht durch, auch nicht gegen Bezahlung.

Wie viel kostet eine DVT-Untersuchung in der Orthopädie?

In unserer ca 150 Euro je untersuchter Region. Der Betrag hängt von der Zahl der Regionen und vom Aufwand ab; Sie erfahren ihn vor Behandlungsbeginn und erhalten eine schriftliche Vereinbarung.

Was ist besser, CT oder DVT?

Das hängt von der Frage ab. Für kleine knöcherne Regionen an Hand, Fuß oder Ellenbogen liefert die DVT eine hohe Detailauflösung bei meist niedrigerer Dosis. Für große Körperabschnitte, für Weichteile und für Notfälle ist das CT das richtige Verfahren.

DVT oder MRT?

Die DVT zeigt Knochen und Gelenkflächen sehr genau, das MRT zeigt Bänder, Sehnen, Knorpel und Knochenmarködem. Oft ergänzen sich beide; bei Weichteilfragen führt am MRT kein Weg vorbei.

Ist eine DVT strahlungsfrei?

Nein. Die DVT arbeitet mit Röntgenstrahlung. Die Dosis ist in der Regel niedrig, schwankt aber je nach Gerät, Region und Bildausschnitt.

Tut eine DVT weh?

Nein. Von der Aufnahme selbst spüren Sie nichts, es gibt keine Spritze und kein Kontrastmittel.

Wie lange dauert eine DVT-Untersuchung?

Die Aufnahme dauert etwa 20 Sekunden. Mit Lagerung und Befundbesprechung planen Sie 15 bis 20 Minuten ein.

Darf ich in der Schwangerschaft eine DVT machen lassen?

Nach Möglichkeit nicht. Wie bei jeder Röntgenuntersuchung weichen wir in der Schwangerschaft auf Ultraschall oder MRT aus. Bitte sagen Sie uns vorher, wenn Sie schwanger sind oder sein könnten.

Brauche ich eine Überweisung für eine DVT?

Nein. Die Entscheidung treffen wir nach unserer eigenen Untersuchung. Gesetzlich wie privat Versicherte können ohne Überweisung in unsere orthopädische Sprechstunde kommen.

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Termin in Köln: online über Doctolib oder telefonisch unter 0221 95587870. Sprechzeiten: Mo, Di, Do 8–18 Uhr, Mi, Fr 8–13 Uhr.

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