ACP-Therapie - Eigenblut bei Kniearthrose verstehen

Schmerzen im Knie, die bei jedem Schritt an Beweglichkeit und Lebensqualität kosten – das kennen viele Menschen mit beginnender oder fortgeschrittener Kniearthrose. Die ACP-Therapie Knie (autologes conditioniertes Plasma, eine Form der Eigenbluttherapie) ist eine Behandlungsoption, die in den letzten Jahren zunehmend Beachtung gefunden hat. Dabei wird körpereigenes Blut aufbereitet und in das Gelenk eingebracht. In diesem Ratgeber erklären Dr. Fluck und Kollegen aus Köln verständlich, was hinter der Methode steckt, bei welchen Beschwerden sie infrage kommt und worauf Sie achten sollten. Einen Überblick über alle Verfahren finden Sie auf unserer Seite zur Eigenbluttherapie.

Was ist die ACP-Therapie am Knie?

Bei der ACP-Behandlung Knie wird Ihnen zunächst eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen – ähnlich wie bei einer normalen Blutabnahme. Dieses Blut wird in einer speziellen Zentrifuge aufbereitet. Dabei trennt sich ein plättchenreicher Plasmaanteil ab, der eine erhöhte Konzentration an Blutplättchen (Thrombozyten) und darin enthaltenen Wachstumsfaktoren aufweist. Dieser aufbereitete Anteil wird anschließend gezielt in das Kniegelenk gespritzt.

In der Fachwelt werden die Begriffe PRP (plättchenreiches Plasma, englisch platelet-rich plasma) und ACP (autologes conditioniertes Plasma) häufig verwandt eingesetzt. ACP bezeichnet ein leukozytenarmes PRP-Verfahren. Das Grundprinzip ist bei beiden gleich: Es kommt ausschließlich körpereigenes Material zum Einsatz – ohne Fremdstoffe. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen regenerative und entzündungsmodulierende Prozesse im Gelenk unterstützen. Wichtig zu wissen: Der genaue Wirkmechanismus ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.

Im Vergleich zu manchen anderen Spritzentherapien am Knie – etwa mit Hyaluronsäure oder Kortison – setzt die ACP-Therapie auf das körpereigene Regenerationspotenzial. Während Kortison vor allem akute Entzündungen rasch dämpft, verfolgt die Eigenbluttherapie einen anderen Ansatz: Die mit dem Plasma eingebrachten Wachstumsfaktoren sollen das biologische Milieu im Gelenk günstig beeinflussen. Ob und wie stark dieser Effekt im Einzelfall ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab, etwa vom Stadium der Arthrose, vom Alter und von der individuellen Konstitution. Eine seriöse Einordnung ist deshalb nur nach persönlicher Untersuchung möglich – pauschale Versprechen wären unseriös.

Bei welchen Knie-Beschwerden kann eine ACP-Spritze sinnvoll sein?

Die acp spritze knie wird vor allem im Zusammenhang mit der Kniearthrose (Gonarthrose) diskutiert – also dem fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels. Typische Beschwerden sind Belastungs- und Anlaufschmerzen, ein Steifigkeitsgefühl am Morgen oder eine nachlassende Beweglichkeit. Auch bei beginnenden Knorpelschäden oder Reizzuständen des Gelenks wird das Verfahren in der Literatur beschrieben.

Eine Eigenbluttherapie Knie ersetzt jedoch keine sorgfältige Diagnostik. Bevor eine Behandlung infrage kommt, klären wir in unserer Praxis in Köln zunächst die Ursache Ihrer Beschwerden ab. Dazu gehört das ausführliche Gespräch, die körperliche Untersuchung und – wenn sinnvoll – eine Bildgebung. Für eine strahlungsarme, dreidimensionale Darstellung des Kniegelenks setzen wir unter anderem die digitale Volumentomographie (DVT) ein. So lässt sich besser einschätzen, ob und in welchem Stadium eine ACP-Behandlung eine sinnvolle Option sein kann.

Häufig ist die Eigenbluttherapie am Knie dann ein Thema, wenn klassische konservative Maßnahmen allein nicht ausreichen. Dazu zählen etwa gezielte Physiotherapie, Bewegungs- und Krafttraining, eine Gewichtsoptimierung sowie schmerzlindernde Medikamente. Die ACP-Behandlung kann ergänzend in ein solches Gesamtkonzept eingebunden werden – sie ersetzt diese Bausteine jedoch nicht, sondern wirkt am besten als Teil eines durchdachten Therapieplans. In unserer Praxis in Köln betrachten wir Ihr Knie deshalb immer im Zusammenhang mit Ihrer gesamten Beweglichkeit, Ihrem Alltag und Ihren persönlichen Zielen.

Ablauf der ACP-Therapie: Schritt für Schritt

Viele Patientinnen und Patienten möchten den acp therapie ablauf genau verstehen. Die Behandlung gliedert sich in der Regel in folgende Schritte:

  • Blutentnahme: Es wird eine geringe Menge venöses Blut aus dem Arm entnommen.
  • Aufbereitung: Das Blut wird in einem geschlossenen System zentrifugiert, sodass sich der plättchenreiche Plasmaanteil abtrennt.
  • Injektion: Das gewonnene Plasma wird unter sterilen Bedingungen in das Kniegelenk gespritzt.
  • Wiederholung: Häufig wird eine Behandlungsserie von mehreren Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen durchgeführt.

Die einzelne Sitzung dauert meist nur kurz. Nach der Injektion können vorübergehend ein Spannungsgefühl oder leichte Schmerzen im Gelenk auftreten. Wie viele Sitzungen in Ihrem Fall sinnvoll sind, besprechen wir individuell – eine pauschale Empfehlung gibt es nicht. Die Herstellung und Anwendung dieser körpereigenen Blutprodukte erfolgt rechtlich unter der direkten Verantwortung einer persönlich anwesenden Ärztin oder eines Arztes.

Nach der Behandlung empfehlen wir in der Regel, das Knie für kurze Zeit zu schonen und stärkere Belastungen am Behandlungstag zu vermeiden. Alltägliche Bewegung ist meist problemlos möglich. Wie der weitere Verlauf gestaltet wird – etwa ergänzende Physiotherapie oder Verlaufskontrollen – stimmen wir individuell mit Ihnen ab. Sollten nach der Injektion ungewöhnlich starke Schmerzen, eine deutliche Schwellung, Rötung oder Fieber auftreten, ist eine zeitnahe ärztliche Vorstellung wichtig. Solche Reaktionen sind selten, sollten aber sicherheitshalber abgeklärt werden.

Was sagt die Evidenz zur ACP-Therapie Knie?

Die wissenschaftliche Studienlage zur acp therapie knie wird kontrovers diskutiert. Die aktuelle S3-Leitlinie „Prävention und Therapie der Gonarthrose" (AWMF-Register 187-050, 2024) spricht eine offene Empfehlung aus: Eine intraartikuläre PRP-Injektion kann erwogen werden, insbesondere bei Patientinnen und Patienten, bei denen entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) nicht ausreichend wirken oder nicht geeignet sind.

Mehrere Übersichtsarbeiten und randomisierte Studien deuten darauf hin, dass PRP bei Kniearthrose Schmerzen und Funktion über mehrere Monate verbessern kann – die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich. Es gibt ebenso Untersuchungen, die keinen klinisch bedeutsamen Vorteil zeigten. Eine kniearthrose eigenblut-Behandlung ist daher kein Heilverfahren und kann den Krankheitsverlauf nicht garantiert aufhalten. Sie ist als ergänzende Option zu verstehen, die individuell abgewogen werden sollte. Genau das besprechen Dr. Fluck und Kollegen mit Ihnen in Köln offen und ehrlich.

Wichtig ist außerdem: Die Leitlinie weist darauf hin, dass derzeit kein bestimmtes Herstellungsverfahren für PRP eindeutig empfohlen werden kann und die Datenlage zu den einzelnen Systemen unterschiedlich ist. Auch deshalb sollte die Entscheidung für oder gegen eine ACP-Behandlung nie isoliert, sondern stets im Rahmen einer ärztlichen Gesamtbeurteilung getroffen werden. Wir nehmen uns Zeit, Ihnen die realistischen Erwartungen, den möglichen Nutzen und auch die Unsicherheiten verständlich zu erläutern. So können Sie auf einer informierten Grundlage selbst entscheiden, ob dieser Weg für Sie infrage kommt.

Risiken, Grenzen und für wen die Methode weniger geeignet ist

Da bei der prp knie-Behandlung ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, sind allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten gegenüber Fremdstoffen sehr selten. Wie bei jeder Gelenkinjektion bestehen jedoch allgemeine Risiken, etwa vorübergehende Schmerzen, Schwellungen oder – in seltenen Fällen – eine Infektion des Gelenks. In Studien wurden nach PRP-Injektionen häufiger leichte bis mäßige Beschwerden im Gelenk berichtet, die meist innerhalb weniger Tage abklangen.

Grenzen hat die Methode vor allem bei weit fortgeschrittener Arthrose mit ausgeprägtem Knorpelverlust – hier sind die Erwartungen realistisch einzuordnen. Auch bei akuten Infektionen, bestimmten Blutgerinnungsstörungen oder im Bereich einer offenen Wunde ist Vorsicht geboten. Ob die ACP-Therapie für Sie infrage kommt, lässt sich nur nach einer persönlichen Untersuchung beurteilen.

Kosten der ACP-Behandlung am Knie

Die ACP- bzw. Eigenbluttherapie am Knie zählt bei Kniearthrose zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) und wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie ist somit eine Selbstzahlerleistung. Als grobe Orientierung liegen die Kosten häufig im Bereich von etwa 80 bis 200 Euro pro Sitzung; für eine Behandlungsserie summiert sich der Betrag entsprechend, oft im Bereich von rund 300 bis 700 Euro.

Hinweis: Diese Angaben sind reine Richtwerte. Die tatsächlichen Kosten hängen vom individuellen Aufwand und der empfohlenen Anzahl der Sitzungen ab – eine individuelle Beratung ist daher erforderlich. Bei privat Versicherten kann eine teilweise Kostenübernahme möglich sein; bitte klären Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung. Gerne erstellen wir Ihnen in Köln einen transparenten Kostenvoranschlag.

Häufige Fragen zur ACP-Therapie am Knie

Frage: Wie viele Sitzungen sind bei der ACP-Therapie Knie üblich?

Antwort: Häufig wird eine Serie aus mehreren Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen empfohlen. Die genaue Anzahl legen wir individuell anhand Ihrer Beschwerden und des Befunds fest.

Frage: Ist die ACP-Spritze ins Knie schmerzhaft?

Antwort: Die Injektion wird von vielen Menschen als gut tolerierbar empfunden. Vorübergehend können nach der Spritze ein Druckgefühl oder leichte Schmerzen auftreten, die in der Regel rasch nachlassen.

Frage: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Eigenbluttherapie am Knie?

Antwort: Bei Kniearthrose handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Bei privater Versicherung kann eine Übernahme möglich sein.

Frage: Kann die ACP-Therapie meine Kniearthrose heilen?

Antwort: Nein. Die ACP-Therapie kann den Verschleiß nicht rückgängig machen. Sie ist eine Behandlungsoption, die Beschwerden lindern und die Funktion unterstützen kann – die Wirkung ist individuell verschieden.

Frage: Wann sollte ich mit Ergebnissen rechnen?

Antwort: Eine mögliche Wirkung tritt oft nicht sofort, sondern über Wochen ein. Eine erneute ärztliche Einschätzung im Verlauf hilft, den Nutzen für Sie zu beurteilen.

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Sie möchten wissen, ob die ACP-Therapie für Ihr Knie eine sinnvolle Option sein kann? Dr. Fluck und Kollegen beraten Sie in Köln persönlich, individuell und ohne Druck. Vereinbaren Sie bequem online einen Termin über Doctolib – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und finden gemeinsam den passenden Weg für Ihre Kniegesundheit.

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