Schulter

Capsulitis adhaesiva (Frozen Shoulder): Schultersteife in Köln behandeln

Capsulitis adhaesiva, Frozen Shoulder, Schultersteife, adhäsive Kapsulitis — vier Namen für dasselbe Krankheitsbild. Den lateinischen Begriff lesen die meisten Menschen zum ersten Mal auf einem Arztbrief oder einem MRT-Befund; „Frozen Shoulder“ ist der Name, unter dem im Alltag darüber gesprochen wird. Gemeint ist eine Entzündung der Gelenkkapsel des Schultergelenks, die die Kapsel verdicken, vernarben und schrumpfen lässt. Die Folge ist eine Schulter, die erst heftig schmerzt und dann steif wird — in alle Richtungen, auch wenn jemand den Arm für Sie führt. Genau dieses letzte Merkmal unterscheidet sie von den meisten anderen Schulterproblemen. Diese Seite erklärt, woran wir die Erkrankung erkennen, was in welcher Phase hilft, wie belastbar die Daten dazu sind und wie wir in unserer Praxis im Kölner Agnesviertel vorgehen.

Die drei Phasen — und was in jeder Phase zählt

Viele, aber nicht alle Verläufe folgen einem Muster aus drei Phasen, die ineinander übergehen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt weniger von der Diagnose ab als davon, in welcher Phase Sie gerade sind.

  • Einfrierphase (freezing), etwa 2 bis 10 Monate: zunehmende Schmerzen, zuerst bei Bewegung, dann in Ruhe und nachts. Die Beweglichkeit nimmt ab. Jetzt zählt: die Entzündung beruhigen und den Schlaf zurückholen. Kräftiges Dehnen gegen den Schmerz verstärkt die Entzündung in dieser Phase häufig.
  • Steife Phase (frozen), etwa 3 bis 12 Monate: Die Schmerzen lassen nach, die Steifigkeit steht im Vordergrund. Den Arm nach außen zu drehen, zur Seite zu heben oder die Hand auf den Rücken zu führen, ist kaum möglich. Jetzt zählt: konsequentes Dehnen und tägliche Eigenübungen. Eine Kortisonspritze bringt hier wenig.
  • Auftauphase (thawing), etwa 5 bis 24 Monate: Die Beweglichkeit kehrt langsam zurück. Jetzt zählt: dranbleiben und den Bewegungsumfang im Alltag wieder einfordern.

Im Alltag fallen vor allem Bewegungen wie das Anziehen einer Jacke, das Schließen eines BHs, das Greifen zum Sicherheitsgurt oder das Kämmen schwer.

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Woran wir die Capsulitis adhaesiva erkennen

Die Diagnose stellen wir vor allem durch Gespräch und Untersuchung, nicht durch Bildgebung. Entscheidend ist ein einziger Befund: Die Beweglichkeit ist nicht nur aktiv eingeschränkt, sondern auch passiv — also auch dann, wenn wir den Arm führen. Besonders betroffen ist die Außenrotation, das Auswärtsdrehen des Arms. Das unterscheidet die Schultersteife von Sehnenproblemen wie einem subacromialen Impingement oder einem Riss der Rotatorenmanschette, bei denen der geführte Arm meist frei beweglich bleibt.

Ein Röntgenbild gehört dazu, um knöcherne Ursachen wie eine Arthrose oder ein Kalkdepot auszuschließen; bei der Capsulitis adhaesiva ist es in der Regel unauffällig. Ein MRT ist nicht immer nötig. Wir veranlassen es, wenn der Befund unklar bleibt oder Begleitverletzungen ausgeschlossen werden müssen. Bei entsprechenden Risikofaktoren fragen wir nach Blutzucker- und Schilddrüsenwerten oder stimmen die Abklärung mit Ihrer Hausarztpraxis ab.

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Warum die Kapsel sich entzündet

Vollständig geklärt ist das nicht. Unterschieden wird die primäre Form ohne erkennbaren Auslöser von der sekundären Schultersteife nach einer Verletzung, einer Operation oder im Zusammenhang mit Begleiterkrankungen. Nach der deutschen Leitlinie sind etwa 2 bis 5 Prozent der Bevölkerung betroffen, meist zwischen 40 und 60 Jahren; Frauen häufiger als Männer. Anders als bei einer Arthrose ist der Knorpel dabei gesund.

Bekannte Risikofaktoren:

  • Diabetes mellitus, besonders bei schlecht eingestelltem Blutzucker. Er ist die häufigste Begleiterkrankung, und der Verlauf ist dann oft hartnäckiger.
  • Schilddrüsenerkrankungen, meist eine Unterfunktion, sowie einige Autoimmunerkrankungen.
  • Verletzungen und Operationen an der Schulter.
  • Längere Ruhigstellung des Arms, etwa nach einem Unfall.
  • Geschlecht und Alter: Frauen im mittleren Lebensalter sind häufiger betroffen.

Bei 20 bis 40 Prozent der Betroffenen erkrankt im Verlauf auch die andere Schulter. Dass dieselbe Schulter ein zweites Mal einfriert, ist dagegen selten.

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Behandlung in der schmerzhaften Phase

Ziel ist hier nicht die Beweglichkeit, sondern der Schmerz. Solange jede Bewegung wehtut, ist an Dehnen ohnehin nicht zu denken.

  • Kortison-Injektion ins Schultergelenk: die wirksamste Option in den ersten Wochen. Wir spritzen gezielt ins Gelenk und wählen eine niedrige Dosierung, die laut Leitlinie so gut wirkt wie eine hohe.
  • Kortison als Tablette (zum Beispiel Prednisolon) über einen begrenzten Zeitraum, wenn eine Injektion nicht infrage kommt. Bei Diabetes stimmen wir das besonders sorgfältig ab, weil Kortison den Blutzucker vorübergehend erhöht.
  • Eigenbluttherapie (ACP/PRP) als Alternative, vor allem wenn Kortison nicht vertragen wird oder der Blutzucker dagegenspricht. Mehr zum Verfahren auf unserer Seite zur Eigenbluttherapie.
  • Schmerzangepasste Mobilisation: Bewegen ja, aber nur so weit, wie es der Schmerz zulässt.

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Behandlung in der steifen Phase

  • Konsequente Eigenübungen, mehrmals täglich und über Monate. Das ist der wichtigste Baustein, und er lässt sich durch nichts ersetzen.
  • Physiotherapie und manuelle Therapie zur Dehnung der Kapsel, als Anleitung und Ergänzung der Eigenübungen.
  • Stoßwellentherapie kann nach der Leitlinie Schmerzen und Funktion zusätzlich verbessern. Die Datenlage dafür ist dünner als für die Kernmaßnahmen, sie ist eine Ergänzung und kein Ersatz für Übungen.
  • Hydrodilatation: Aufdehnen der Kapsel mit Kochsalzlösung, meist zusammen mit Kortison. Der Effekt ist nach der Leitlinie kurzfristig und gering.

Ausführlich zu Selbsthilfe und Verlauf: unser Ratgeber Wenn die Schulter einfriert.

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Kortison, Eigenblut, Operation: was die Daten hergeben

Bei der Schultersteife gibt es eine Besonderheit, die wir offen ansprechen: Injektionen lindern den Schmerz, sie verkürzen aber den natürlichen Verlauf nicht sicher. Wer eine Spritze bekommt, kauft sich also in erster Linie erträgliche Wochen und die Möglichkeit, überhaupt zu üben — nicht ein früheres Ende der Erkrankung. Das ist kein Argument gegen die Injektion, aber gegen die Erwartung, sie löse das Problem.

  • Kortison: Die deutsche S2e-Leitlinie Schultersteife der DGOU empfiehlt, die Kortison-Injektion ins Gelenk als Therapiemöglichkeit in Betracht zu ziehen. Sie wirkt in der Einfrierphase besser als Physiotherapie ,
  • . Übungsprogramme und manuelle Therapie werden empfohlen, ebenso eine ausführliche Aufklärung über den langen Verlauf (AWMF-Leitlinie 187-020). Am Schultergelenk ist die Bewertung des Kortisons damit deutlich günstiger als etwa am Sehnenansatz des Tennisellenbogens, wo es langfristig schadet. Der Grund: Hier wird eine entzündete Gelenkkapsel behandelt, dort ein umgebautes Sehnengewebe.
  • Eigenblut im Vergleich zu Kortison: Eine Metaanalyse von sieben randomisierten Studien mit 692 Patientinnen und Patienten fand nach drei und sechs Monaten bessere Ergebnisse mit PRP bei Schmerz, Funktion und Beweglichkeit; im ersten Monat gab es keinen Unterschied. Die Autoren bewerten die Qualität der Evidenz als niedrig bis mittel und ratenzu vorsichtiger Interpretation (Peng et al., J Back Musculoskelet Rehabil 2026). Die deutsche Leitlinie führt die Eigenbluttherapie nicht als Standardoption. Für uns bleibt sie deshalb eine Alternative für den Fall, dass Kortison nicht infrage kommt — nicht die erste Wahl.
  • Operation: Die Leitlinie sieht die arthroskopische Arthrolyse als Standardverfahren, wenn konservative Maßnahmen keine zufriedenstellende Besserung bringen.

Wo die konservative Behandlung an Grenzen stößt

  • In der steifen Phase bringt eine Kortisonspritze allein wenig. Hier zählen Dehnung und Übungen und ggf PRP.
  • Bei schlecht eingestelltem Diabetes ist der Verlauf oft zäher. Die Blutzuckereinstellung gehört dann zur Behandlung.
  • Ist die Schulter nach einer Operation steif geworden, prüfen wir zuerst, ob Implantate, Fehlstellungen oder Verkalkungen die Ursache sind.
  • Etwa 20 bis 30 Prozent der Betroffenen behalten dauerhaft eine leicht schmerzhafte oder in der Beweglichkeit leicht eingeschränkte Schulter. Auch das gehört zur ehrlichen Aufklärung.

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So gehen wir in unserer Praxis vor

  • 1. Untersuchung und Einordnung: Wir untersuchen beide Schultern im Vergleich, bestimmen die Phase und schließen andere Ursachen aus. Bringen Sie Vorbefunde, Bilder, Blutzuckerwerte und Ihren Medikamentenplan mit.
  • 2. Schmerztherapie: In der schmerzhaften Phase besprechen wir, ob eine Injektion ins Gelenk, Kortison als Tablette oder eine Eigenbluttherapie für Sie passt.
  • 3. Übungsplan und Physiotherapie: Sie erhalten eine Verordnung und Eigenübungen für zu Hause, angepasst an die Phase.
  • 4. Kontrollen: Alle paar Wochen messen wir die Beweglichkeit und passen die Behandlung an. Bessert sich über Monate zu wenig, sprechen wir über eine Arthrolyse.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Kortison: vorübergehender Anstieg des Blutzuckers, Gesichtsrötung, selten Hautveränderungen an der Einstichstelle, sehr selten eine Gelenkinfektion.
  • Eigenbluttherapie: Spannungsgefühl oder Schmerzen für ein bis zwei Tage, Bluterguss, sehr selten eine Infektion.
  • Arthrolyse: allgemeine Operationsrisiken wie Infektion, Blutung oder Thrombose sowie eine erneute Einsteifung, wenn die Nachbehandlung nicht konsequent erfolgt.

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Wann eine Operation infrage kommt

Selten. Eine Arthrolyse kommt in Betracht, wenn sich Schmerzen und Beweglichkeit trotz konsequenter konservativer Behandlung über Monate nicht ausreichend bessern und die Schulter Beruf, Schlaf oder Sport stark einschränkt. Bei der arthroskopischen Arthrolyse löst Dr. med. Christian Fluck, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und AGA-zertifizierter Arthroskopeur, über kleine Schnitte die verdickte Kapsel gezielt ein. Arthroskopisch heißt: über eine Gelenkspiegelung mit Kamera. Unmittelbar danach beginnt eine intensive Physiotherapie, damit die Kapsel nicht erneut verklebt — ohne diese Nachbehandlung ist der Eingriff wenig wert.

Eine reine Mobilisation in Narkose ohne Arthroskopie empfehlen die Autoren der deutschen Leitlinie nicht mehr als alleinige Maßnahme, weil dabei Knochen, Sehnen oder Nerven verletzt werden können.

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Wie lange dauert eine Frozen Shoulder?

Unbehandelt vergehen oft ein bis zwei Jahre, bis die Beschwerden weitgehend abgeklungen sind, in manchen Fällen länger. Eine frühe, phasengerechte Behandlung kann den Schmerz deutlich schneller lindern. Wie stark sie die Gesamtdauer verkürzt, ist von Mensch zu Mensch verschieden und lässt sich nicht vorhersagen.

Sport ist dabei nicht verboten. Ausdauersport ohne Armeinsatz, etwa Laufen oder Radfahren, ist meist gut möglich. Überkopf- und Wurfsportarten, Schwimmen oder Tennis nehmen Sie wieder auf, wenn die Beweglichkeit zurückkehrt. Nach einer Arthrolyse legen wir den Aufbau gemeinsam mit der Physiotherapie fest.

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Kosten und Kasse

Wir behandeln gesetzlich und privat Versicherte. Diagnostik und Standardtherapie sind bei medizinischer Indikation Kassenleistung — das trifft auf den größten Teil der Behandlung zu.

  • Gesetzlich versichert: Untersuchung, Röntgen, ein medizinisch notwendiges MRT, Kortison--Tabletten und ggf Kortison-Infiltrationen ohne den Zusatz pflanzlicher Inhaltsstoffe wie Traumeel, Physiotherapie und eine notwendige Operation übernimmt die Krankenkasse.
  • Eigenbluttherapie ACP/PRP: 150 bis 250 Euro pro Sitzung, 450 bis 750 Euro für eine Serie von drei Sitzungen, abgerechnet nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Für gesetzlich Versicherte ist sie eine Selbstzahlerleistung; private Versicherungen und Beihilfe erstatten je nach Tarif, bei dokumentierter Indikation meist.
  • Stoßwellentherapie: für gesetzlich Versicherte in der Regel Selbstzahlerleistung. Was eine Sitzung kostet und wie viele Sitzungen sinnvoll wären, besprechen wir vor Behandlungsbeginn und halten es schriftlich fest.

Wovon der Betrag abhängt: von der Zahl der Sitzungen, vom Aufwand je Sitzung und vom Steigerungssatz nach GOÄ; bei privat Versicherten zusätzlich vom Tarif. Den voraussichtlichen Kostenumfang besprechen wir vor Behandlungsbeginn, damit Sie in Ruhe entscheiden können.

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Andere Ursachen einer steifen Schulter

Eine steife, schmerzhafte Schulter hat nicht immer eine Kapselentzündung als Ursache. Bei der Omarthrose ist der Knorpel verschlissen, was sich im Röntgenbild zeigt. Eine Kalkschulter verursacht oft heftige Schmerzen mit Schonhaltung, die Kapsel selbst ist dabei aber nicht geschrumpft. Den Vergleich beider Bilder erklärt unser Beitrag Kalkschulter oder Kapselentzündung. Einen Überblick über Arthrose, Impingement und Kapselentzündung gibt der Beitrag Wenn der Arm nicht mehr hoch will.

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Termin in unserer Praxis im Agnesviertel

Sie finden uns in der Riehler Str. 36, 50668 Köln, im Agnesviertel nahe dem Ebertplatz. Mit Bus und Bahn fahren Sie bis zur KVB-Haltestelle Ebertplatz, mit dem Auto erreichen Sie das Parkhaus über die Einfahrt in der Wörthstraße. Viele Patientinnen und Patienten kommen aus Neustadt-Nord, Nippes, Riehl und Ehrenfeld, andere aus Deutz, Mülheim, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Pulheim, Dormagen, Frechen, Hürth, Brühl oder Bonn.

Die Schultersteife behandeln bei uns Dr. med. Christian Fluck, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und AGA-zertifizierter Arthroskopeur, und Dr. med. Andreas Schuler, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Schwerpunkt konservative Orthopädie und Sportverletzungen.

Termin vereinbaren: online über Doctolib oder telefonisch unter 0221 95587870. Befunde Ihrer Hausarztpraxis, etwa Blutzucker- oder Schilddrüsenwerte, bringen Sie gern mit.

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Häufige Fragen

Wie wird eine adhäsive Kapsulitis behandelt?

Phasengerecht. In der schmerzhaften Phase steht die Entzündung im Mittelpunkt — meist mit einer Kortison-Injektion ins Gelenk, bei Bedarf mit Kortison als Tablette oder einer Eigenbluttherapie. In der steifen Phase zählen tägliche Dehnübungen und Physiotherapie. Eine Operation ist selten nötig.

Wie lange dauert eine Capsulitis?

In der Regel ein bis zwei Jahre vom Beginn der Schmerzen bis zur weitgehenden Erholung, in Einzelfällen länger. Die drei Phasen dauern jeweils Monate und gehen ineinander über.

Wie lange dauert die Heilung einer Frozen Shoulder?

Der Schmerz lässt sich mit Behandlung oft innerhalb weniger Wochen deutlich lindern. Die Beweglichkeit braucht länger, meist viele Monate. Etwa 20 bis 30 Prozent behalten eine leicht eingeschränkte Schulter.

Warum bekommt man eine Frozen Shoulder?

Die Ursache der primären Form ist nicht geklärt. Bekannte Risikofaktoren sind Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, Verletzungen oder Operationen an der Schulter und längere Ruhigstellung. Frauen zwischen 40 und 60 Jahren sind am häufigsten betroffen.

Was ist der Unterschied zwischen Schultersteife und Capsulitis adhaesiva?

Capsulitis adhaesiva ist der medizinische Name für das Krankheitsbild, ebenso wie Frozen Shoulder und adhäsive Kapsulitis. „Schultersteife“ wird daneben manchmal allgemein für eine eingesteifte Schulter anderer Ursache verwendet.

Darf ich die Schulter trotz Schmerzen bewegen?

Ja, aber im erträglichen Bereich. In der schmerzhaften Phase verschlimmert kräftiges Dehnen gegen den Schmerz die Entzündung häufig. In der steifen Phase dürfen und sollen die Übungen intensiver werden.

Ist eine Eigenbluttherapie bei Frozen Shoulder sinnvoll?

Sie ist eine Option, vor allem wenn Kortison nicht infrage kommt. Studien zeigen nach drei bis sechs Monaten teilweise bessere Ergebnisse als Kortison, die Qualität dieser Evidenz ist aber nur niedrig bis mittel, und die deutsche Leitlinie führt das Verfahren nicht als Standardoption.

Zahlt die Krankenkasse die Behandlung?

Ja, bei medizinischer Indikation: Untersuchung, Röntgen, Kortisonbehandlung, Physiotherapie und eine notwendige Operation. Die Eigenbluttherapie zahlen gesetzliche Kassen nicht, private Versicherungen je nach Tarif.

Muss eine Frozen Shoulder operiert werden?

In den allermeisten Fällen nicht. Eine Arthrolyse kommt infrage, wenn sich die Schulter trotz konsequenter Behandlung über Monate nicht ausreichend bessert.

Kann die andere Schulter auch betroffen werden?

Ja, bei 20 bis 40 Prozent der Betroffenen erkrankt im Verlauf auch die zweite Schulter. Dass dieselbe Schulter erneut einfriert, ist dagegen selten.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein, Sie können direkt einen Termin vereinbaren, gesetzlich wie privat versichert.

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Termin in Köln: online über Doctolib oder telefonisch unter 0221 95587870. Sprechzeiten: Mo, Di, Do 8–18 Uhr, Mi, Fr 8–13 Uhr.

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