Tennisarm (Epicondylitis lateralis)- Behandlung beim Orthopäden in Köln

Schmerz an der Außenseite des Ellenbogens beim Händedruck, beim Heben einer Tasse oder bei stundenlanger Computerarbeit — der Tennisarm hat oft erstaunlich wenig mit Tennis zu tun. In Wirklichkeit ist die laterale Epicondylitis eine Überlastungsreaktion der Strecksehnen am Ellenbogen, die deutlich häufiger Büroangestellte und Handwerker betrifft als Tennisspielerinnen. Die gute Nachricht: Bei früher und richtiger Therapie lässt sich der Tennisarm in über 90 % der Fälle ohne Operation behandeln. Wir kennen die häufigen Fehler — und wir kennen, was wirklich hilft. In unserer orthopädischen Praxis in Köln-in der Riehler Straße am Reichensperger Platz behandeln wir den Tennisarm mit einem strukturierten konservativen Programm aus Sehnen-Training, Stoßwellentherapie und Ergonomie-Beratung — und beziehen die häufig mitbeteiligte Halswirbelsäule und Schulter ein.

Was ist ein Tennisarm?

Medizinisch korrekt sprechen wir von einer Epicondylopathie oder Epicondylitis lateralis humeri — einer schmerzhaften Reizung der gemeinsamen Strecksehne am äußeren Knochenvorsprung des Oberarmknochens. Im Zentrum steht ein chronischer Mikro-Umbau der Sehne (Tendinose), nicht eine klassische Entzündung.

Auslösend ist meist eine Mischung aus repetitiver Mikro-Belastung, ungewohnt hoher Belastung und biomechanischen Faktoren wie verkürzter oder schwacher Unterarmmuskulatur.

Wer ist betroffen?

  • Bürotätigkeit mit häufiger Maus- und Tastatur-Nutzung
  • Handwerk und Schraubarbeiten
  • Musiker (Geige, Klavier)
  • Schlägersport — Tennis, Squash, Padel
  • Klettern und Krafttraining mit hoher Griffbelastung

Häufigkeitsgipfel zwischen 35 und 55 Jahren, Männer und Frauen etwa gleich oft.

Symptome

  • Punktgenauer Druckschmerz an der Außenseite des Ellenbogens
  • Schmerz beim Händedruck oder beim Heben einer Tasse
  • Schwäche beim Greifen
  • Schmerz, der nach Belastung beginnt und sich immer früher in der Bewegung zeigt
  • Im chronischen Stadium: ständiger dumpfer Schmerz auch in Ruhe

Diagnose in unserer Praxis

  1. Anamnese mit Belastungsprofil — Beruf, Sport, Hobbys
  2. Klinische Funktionstests: Cozen-Test, Mill-Test, Maudsley-Test
  3. Druckschmerzauslösung an der typischen Stelle
  4. Hochauflösender Ultraschall — Sehnenstruktur, Neovaskularisation, ggf. Verkalkungen
  5. Ausschlussdiagnostik: Halswirbelsäule, Nervus radialis, Bizepssehne

Die Differenzialdiagnose ist wichtig — viele Tennisarm-Schmerzen haben zusätzliche oder eigentliche Ursachen in der Halswirbelsäule oder der Schulter.

Konservative Behandlung

  • Belastungsmodifikation — auslösende Bewegungen gezielt reduzieren, ohne komplett ruhigzustellen
  • Exzentrisches Training — langsam bremsende Übungen für die Streckermuskulatur, mehrfach täglich
  • Fokussierte Stoßwellentherapie — mehrfach in Studien belegt, Erfolgsraten 65–75 %
  • Manuelle Therapie — oft auch an Halswirbelsäule und Schulter wirksam
  • Epicondylitis-Spange — als Kurzzeit-Hilfe bei Alltagsbelastung
  • Ergonomie-Beratung — Schreibtisch, Maus, Tastatur, Sportgerät
  • PRP oder ACP Therapie - orthobiologische Therapie mit nachweislich guten langsfristigen Ergebnissen 

Eine 8- bis 12-wöchige strukturierte Therapie führt bei rund 90 % zu deutlicher Beschwerdebesserung.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Eine OP kommt erst nach mindestens 6 Monaten konsequenter konservativer Therapie infrage. Verfahren:

  • Offene Sehnenrevision nach Hohmann oder Wilhelm
  • Arthroskopische Revision mit gezieltem Debridement
  • Selektive Denervation bei chronischer Neuropathie-Beteiligung

Erfolgsrate rund 80 %, Rückkehr in den vollen Sport nach 3 bis 6 Monaten.

Übungen für die Heilung

Diese drei Übungen sind Teil unseres Reha-Protokolls — bitte erst nach ärztlicher Abklärung beginnen:

  1. Exzentrische Handgelenk-Extension mit Hantel (1 kg): Hand mit Hantel auf Tischkante, Handfläche nach unten. Mit der anderen Hand zur Streckung helfen, dann mit der betroffenen Seite langsam (3 Sekunden) in die Beugung absenken. 3 × 15 zweimal täglich.
  2. Tyler Twist mit flexiblem Gummi-Stab (FlexBar): bewährter Klassiker. 3 × 15 zweimal täglich.
  3. Mobilisation von Halswirbelsäule und Schulter: 5 Minuten täglich Schulterkreisen, Brustwirbelsäulen-Rotation und Nackendehnung.

Prävention

  • Belastung schrittweise steigern, neue Tätigkeiten langsam einführen
  • Ergonomischen Arbeitsplatz prüfen (Schreibtischhöhe, Maus, Tastatur)
  • Beim Sport Technik kontrollieren lassen
  • Regelmäßiges Krafttraining der Unterarmmuskulatur
  • Bei ersten Warnzeichen: 2 Wochen Belastung reduzieren

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein Tennisarm?

Mit gezielter Therapie 6 bis 12 Wochen bis zur deutlichen Besserung. Ohne aktive Behandlung kann sich der Verlauf über 12 bis 24 Monate ziehen.

Hilft eine Cortison-Spritze beim Tennisarm?

Kurzfristig mitunter schon  ja, in den ersten 2 bis 4 Wochen. Mittel- und langfristig zeigen Studien jedoch, dass Cortison schlechtere Ergebnisse bringt als gar keine Behandlung oder konservatives Training. Wir setzen Cortison nicht ein. .

Welcher Arzt behandelt den Tennisarm?

Erste Anlaufstelle ist Ihr Hausarzt. Bei länger als 4 Wochen anhaltenden Beschwerden ist eine fachärztliche Untersuchung beim Orthopäden, Handchirurgen oder Sportmediziner sinnvoll — sie verfügen über die nötigen Diagnose- und Therapieverfahren wie Ultraschall und Stoßwellentherapie.

Welche Übungen helfen wirklich beim Tennisarm?

Wissenschaftlich am best belegt ist das exzentrische Training mit Hantel oder FlexBar. Tägliche Wiederholungen über mindestens 6 bis 8 Wochen sind nötig.

Kann ein Tennisarm wiederkommen?

Ja — vor allem wenn die ursprüngliche Belastung unverändert weitergeht. Der Schlüssel zur Prävention ist die ergonomische Anpassung des Arbeitsplatzes oder der Sporttechnik plus regelmäßiges Unterarmtraining.

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Sie haben seit Wochen Schmerzen am Ellenbogen, die Salben und Schonung nicht beheben konnten? Lassen Sie den Tennisarm fachärztlich abklären — je früher die richtige Therapie startet, desto kürzer der Verlauf. Vereinbaren Sie unkompliziert einen Termin in unserer Praxis — wir untersuchen Sie klinisch und per Ultraschall und stellen mit Ihnen einen individuellen Therapieplan auf.

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